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Nichts an diesem Laut klang nach einem Kind. Ich wollte losrennen, da traf mich ein heftiger Schlag am Kopf. Alles wurde schwarz.

Als ich wieder zu mir kam, schmerzte mein Kopf höllisch. Mein rechtes Handgelenk pochte.

Verstaucht, dachte ich.

 

Nun sass ich hier. An einer kalten Steinwand den Rücken angelehnt, um Kraft zu sparen. Die Kälte zog durch das feuchte Gestein und kroch mir durch die Kleidung. Jeder Atemzug fühlte sich an, als würde mir die Dunkelheit selbst Energie rauben.

Ich wollte nur noch hier raus.
Nach Hause.

 

Gerade als mir die Kraft endgültig zu entgleiten drohte, zerriss ein tiefer, markerschütternder Schrei die Stille der Höhle.

Ich schreckte hoch. So einen Laut hatte ich noch nie gehört.

Unmenschlich. Roh und voller Wut.

Mein Puls raste. 

Adrenalin schoss durch meine Adern.

Es gab mir neue Energie, aber auch panische Klarheit. Dann hörte ich Stimmen. Und dazwischen dieses Knurren.

Dasselbe Knurren wie im Wald. Mehrere kehlige, tierartige Laute. Das Echo, liess sie in der Höhle wie Geister klingen. 

Dazu Gebrüll und Schreie, das Klirren von Metall und das Splittern von Holz. Es klang, als würde draussen eine Schlacht ausgetragen.

Brutal.
Erbarmungslos.

 

Da roch ich es. 

Verbranntes Fleisch. Der Geruch war beissend, säuerlich. So stark, dass es in der Nase brannte. 

Mir wurde übel und ich musste würgen.

Doch ich konnte den Blick nicht von dem Felsblock lösen, der den einzigen Ausgang versperrte. Auf einmal Stille. 

Keine Ruhe, sondern Totenstille.

Kein Kratzen. Kein Brüllen. Nicht ein einziges Geräusch. 

Nur das Dröhnen meines eigenen Herzens. 

Ich starrte weiter auf den Felsen. Vor Angst gelähmt.

Der Schweiss rann mir den Rücken hinab.

 

Was kommt jetzt?

Nach so einem Kampf?

Jemand, der mich rettet? Oder, jemand der mich frisst?

 

Ich wollte nur, dass es vorbei ist.

Egal, welches Ende mich erwartete.

Plötzlich, ein Geräusch.

Eine tiefe Stimme flüsterte draussen Worte.

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